Havanna und die Autos – Reparaturen in Havanna
Posted on November 27, 2009 - Filed Under Uncategorized
26.10.2009 – Kuba – Havanna
Reifenwechsel – oder die am liebsten verteilten 2,50 CUC
Ich glaube ja nicht so recht an Zufälle und wenn einem jemand zu viel gutes will, werde ich immer gleich ablehnend… So war ich eben in der Bar Montserate in Havannas Altstadt relativ nah neben dem El Floridita aber deutlich besser. Mit echten Kubanern, leider auch mit einem sehr aufdringlichen, den ich nicht so recht loswerden konnte. Nein Zigarren will ich nicht, nein, Chicas möchte ich auch nicht, nur einen Mojito.
Dann stürmte der Typ herein, bei dem ich vor dem Floridita den Peso fürs Parken gezahlt habe. Leider war mir absolut nicht klar, was er wollte, also stellte ich meinen Mojito ab und ging mit zum El Floridita um zu schauen, was er von mir wollte…
Das sah auch ein Polizist, der nun wissen wollte, was er mit mir vorhabe. Einige Erklärungen und er ließ uns weitergehen. Überhaupt muss ich sagen, dass ein Polizist in Havanna wirklich Dein Freund und Helfer ist. Sie helfen bei Fragen und sie passen sehr genau auf, was vor sich geht… Ich selber wurde von keinem Polizisten kontrolliert, aber man merkt, dass die Kubaner großen Respekt vor Polizisten haben. So kann man sich auch vor kleinen Gaunereien ziemlich sicher sein, wenn ein Polizist in der Nähe ist…
Zurück zum Auto… Es zeigte sich, dass ein Reifen ziemlich flau war… Loch im Reifen oder doch nur Luft aus dem Reifen gelassen. Ich gestehe, gleich das schlechteste zu denken…. Viele kleine Gaunereien und ein kleiner Diebstahl in Havanna haben mich dazu gebracht, gleich das schlechteste zu denken. Reifenwechsel und dabei ausgeraubt zu werden? Ist doch ein Zufall, in der Stadt so schnell Luft zu verlieren, oder?
Nun genau genommen ist bei den Straßen in Havanna und Kuba ein Schaden nichts ungewöhnliches, eher wundert es mich, dass es nicht früher passiert ist… Doch glaube ich trotzdem nicht an Zufälle und anstatt dort meinen Reifen zu wechseln, fuhr ich lieber zur nächsten Tankstelle. Der Reifen war nicht ganz leer, insofern ging das gerade noch… Nur hatte die Tankstelle kein Gerät zum Aufpumpen eines Reifens.
Die nächste auch nicht und ebenso die letzte nicht… Dann war ich an meinem Hotel angekommen… in einer Straße nebenbei, in der man beruhigt einen Reifen wechseln kann. Davor – wie eigentlich immer ein älterer Mann, neben seinem wirklich alten Straßenkreuzer, von denen es auf Kuba ja so viele gibt. Der Lonely Planet Reiseführer sagt, dass auf Kuba die besten Mechaniker leben würden, wie sonst könne es sein, dass diese Flotte an Strassenkreuzern immer noch fährt… Seiner ebenso.
Und wenn ich jemanden gebraucht hätte, der mir beim Reifenwechseln hilft, so wäre er mein Mann gewesen… Ich BRAUCHTE tatsächlich jemanden, und er half mir großartig. Genau genommen durfte ich selber kaum noch etwas tun. Wagenheber hoch, Schrauben raus, Reifen ab, Reifen ran, Schrauben ran, Wagenheber runter. Fertig.
Ich hatte noch 2,50 CUC in klein und war wirklich froh, ihm diese zu geben und er war mindestens ebenso froh sie zu bekommen. Gegenüber den ganzen Kleinganoven, den Partkaufsehern und und und und war dieses eine Ausgabe, die ich mit Freuden gab. Wohl die 2,50 CUC, die ich am liebsten während meines gesamten Kuba Urlaubes ausgab.
Playa del Este – Havannas Hausstrand
Posted on November 27, 2009 - Filed Under Uncategorized
26.10.2009 – Kuba
Playas del Este
Kuba Fans werden mich jetzt für Wahnsinnig halten, aber ich darf das, denn ich habe Urlaub und kann den so verbringen, wie ich das gerne möchte. Kuba Fans finden Kuba toll und Touristencenter wie beispielsweise Varadero grausam. Nicht Kuba eben.
Heute war ich mit Konstantin, Raoul und seiner Freundin unterwegs, beides die best englisch sprechenden Kubaner, die mir über den Weg gelaufen sind. Er studiert Computer Science und sie hat es studiert und arbeitet dementsprechend jetzt als Programmiererin.
Dazu Konstantin, noch Student und zwar in Rostock, da dort der Strand in der Nähe ist, er passionierter Surfer. Zusammen fuhren wir heute zur Playa del Este. Dem Hausstrand von Havanna.
Ein wenig wie Grömitz vor Hamburg, aber die Playa del Este liegt gerade mal knapp 30 Kilometer von Havanna entfernt. Mit einem Auto schnell zu erreichen. Ein toller Sandstrand mit hellem Sand und tollem Wasser, den ich alleine nicht gefunden hätte, ich bin den Weg ja schon entlanggefahren und habe tolle Strände gesucht – und nicht gefunden. Raoul wusste mehr.
Knapp drei Stunden lagen wir zu Jack Jones aus Konstantins kleinem MP3 Radio am Strand und besuchten ein wenig das Wasser…
Als ich da so auf meiner Decke in der Sonne lag und darüber nachdachte, dass ich morgen nach Varadero fahren wollte, um dann die nächsten Tage weiter nach Trinidad fahren würde, merkte ich, dass ich darauf eigentlich gar keine Lust hätte… Am Strand liegen ist doch auch ganz schön und was hatte das Ehepaar aus Berlin beim Tropicana noch gesagt, von den Tropenstränden auf Kuba.. Wie hiess das Eiland noch? Cayo Largo del Sur?
Als und langsam Regewolken vom Strand der Playa del Este vertrieben und wir wohlbehalten in Havanna zurückgekehrt waren, führte mein Weg direkt ins Hotel Nacional direkt am Malecon, ein 5 Sterne Hotel mit eigenem Tourist Center…
Das gute an einem eigentlich ungeplanten Urlaub ist, dass man seine kleinen Pläne direkt umschmeissen kann, so buchte ich heute drei Nächte in einem All Inclusive Hotel auf Cayo Largo del Sur. Der Reiseführer sagt. Wunderschöne Strände, sehr toll, all Inclusive und überhaupt. Nur eben nicht Kuba. …. Na und.
Drei Tage entspannung. Mir doch egal ob auf Kuba oder nicht.
Dragqueen Show Havanna
Posted on November 27, 2009 - Filed Under Uncategorized
25.10.2009 – Kuba – Havanna
Dragqueen Show, Havanna
Marta, meine Hausherrin war etwas enttäuscht, als ich ihr erzählte, dass ich zwar eine Travestieshow gesehen hätte, aber Rafael nicht getroffen hätte, Und so machte sie am Samstag noch ein zweites Treffen mit ihm aus. Wieder am Cine Yara und wieder zum gleichen Zeitpunkt.
Auch wenn mir diverse Kubaner helfen wollten und mich dahin führen wollten, um den einen opder anderen peso zu verdienen, wartete ich am Eingang des Kinos auf Rafael, der dann auch tatsächlich kam. Da er auch meinen Namen kannte, wusste ich auch, dass es Rafael war und nicht irgendeine Person, die vorgab, rafael zu sein… Gott ich werde paranoid…
Egal, ich hatte ob des hohen Taxipreises von zwei Tagen dieses Mal vorgesorgt und Marta hatte mir bei einer Stadtführung am Tage gezeigt wo das Cine Yara sei. Drum fuhr ich dieses Mal selber. Billiger und ich kann entscheiden, wann ich gehe…
Ich hatte dann aber auf einem Male nicht nur Rafael sondern auch drei andere Personen im Auto, was mir ja immer nicht so recht behagt. Aber Rafael wirkte sehr vernünftig und hatte eine gewisse Autorität. Ich verstand zwar kein Wort, aber irgendwie hatte er die anderem im Griff und einer von ihnen spreach gutes Englisch, was die Sache sehr erleichterte.
Die gesparten Pesos investierte ich in einen Tisch für vier Personen incl Havanna Club und Flasche Kaltgetränk. Es kamen dann aber alle fünf aus dem Auto rein… Genaugenommen muss ich gestehen, gab ich vor nur 23 zu haben und zwei müssten die anderen aufbringen. Ich fand das aber okay, es half mir, nicht angehauen zu werden, als die getränke alle waren und immerhin brachte ich ihnen eine Flasche Rum und einen guten Platz.
Ich suchte mir aber einen besseren um die Show mehr von vorne sehen zu können und Rafael kam mehrfach vorbei um mir ein Getränk vorbeizubringen. Wirklich nett, aber mehr als zwei Gläser Rum Lemon wollte ich dann doch nicht, da ich ja noch fahren musste. Vorerst musste ich aber erstmal filmen.
Alle Dragqueens waren gut, einige waren besser. Vor allem zwei sind mir im Gedächtnis geblieben. Ein Mädel gleich zu Beginn gab Amy Winehouse zum besten und sah tatsächlich so aus… Also nicht mit einer Amy Winehouse Perücke wie es Nina Queer mal gebracht hat, sondern mich Echthaar. Und Cher hat sie dann auch später noch ziemlich überzeugend gebracht.
Zum Anderen gefiel mir sehr gut eine blonde Drag, die zwar ausserhalb der Bühne etwas hochnäsig wirkte, auf den Brettern, die die Travstie in Kuba bedeuten, aber großartig war… Und was das hochnäsig angeht, sind das ja auch die deutschen Drags bisweilen, wenn irgendwer, den sie nicht kennen, auf einem Male vor ihnen steht und sie nervt um ein Foto zu bekommen.
Überhaupt ist es auf Kuba genau das gleiche, wie irgendwo anders auf dieser Welt, als Dragqueen genießt man offensichtlich auch in Havanna ein Standing, dass irgendwie höher ist, als dass eines typischen Besuchers einer Gayveranstaltung, das konnte ich deutlich sehen. Schon meine kleinen Moo Cards, die wie Panini Bilder gesammelt wurden, zeigte das deutlich.
Überhaupt… Ich… ich hatte Travestiestau, Wie gerne wäre ich selber als Zoe gekommen, aber irgendwie traurte ich mich dass dann doch nicht. Ich hatte gesehen, mit welchem Respekt die Drags am Malecon den Ordnungshütern gegenüberstanden und ich kenne ja, die durchaus schwierigen Blicke, die eine Drag einer unbekannten anderen bisweilen zuwirft, egal, ob in Deutschland, London, Miami oder eben vermutlich hier. Zu zweit hätte ich es gemacht, aber alleine… Mist… Zu gerne….
Es ist wirklich hart als Mann unterwegs zu sein und gleichzeitig zu wissen, dass Zoe nur einen Koffer weit weg ist, denn anders als eigentlichg geplant, hatte ich die gesamte Ausrüstung die volle Reise und somit eben auch in Havanna dabei…
Heute, da ich das schreibe, im Bus von Cayo Largo zum Hotel Nacional de Cuba, ist gerade wieder Freitag und ich könnte.. Ich kenne den Weg und ich bin gleich zu Hause, aber … nein…. Ich bin eine Memme.
Hotel Nacional de Cuba – Havanna Hotels
Posted on November 27, 2009 - Filed Under Uncategorized
Hotel Nacional de Cuba
Wenn man den Malecon entlang fährt, wird einem das großartige Gebäude des Hotel Nacional nicht entgehen. 1930 erbaut ist es das Schmuckstück über dem Malecon und ein 5 Sterne Hotel. Vermutlich das einzige 5 Sterne Hotel Havannas. Mit Sicherheit aber das aufsehenserregendste.
Niemals hätte es mich dort hereingeführt, wenn Marta, die Gastgeberin meines Hotels in Havanna mir nicht den Tip gegeben hätte, dass darin eine Bank sei, die auch am Samstags geöffnet hätte und sogar bis 20 Uhr Abends. Dort konnte ich auch Samstag noch Geld abheben. Und etwas essen.. und mich etwas umsehen. Nicht nur eine Bank bzw. Wechselstube, sondern eben auch Restaurants, ein eigenes Touristenbüro, eine Zweigstelle von Cubacar und ein Businesscenter, wo man zwar etwas teurer, aber vermutlich auch besser und schneller ins Internet kommt.
Insgesamt ist das Hotel Nacionan in Havanna für den Touristen, der nicht wie ich über eine deutschsprachige Gastgeberin verfügt ein großartiger Anlaufpunkt für alles, was man in Kuba gebrauchen kann, für Tipps, für Geld und so weiter. Und wer Lust hat, setzt sich auf einen Mojito an die Bar im Garten und schaut über den Malecon.
Da das Hotel Nacional de Cuba auf einem Berg steht und nur zwei Eingänge dahin führen, ist es – obwohl mitten in Havanna – eine Insel für sich. Gerade zum Geld wechseln eine gute Sache. Parken und wechseln auf dem Hotelgelände und keine zwielichtigen Typen vor der Bank. Erstaunlich ist, dass vor diesem 5 Sterne Hotel nur Mercedes-Taxis sowie ein paar Top-Classic Cars stehen. Ladas oder irgendwelche Automarken sind dort fehl am Platze. Die 5 Sterne sind hier auch im Taxifuhrpark zu sehen.
Das Hotel Nacional de Cuba wurde übrigens wie bereits gesagt 1930 gebaut und zwar vom amerikanischen Mafiaboss Meyer Lansky, dem es in Amerika zu heikel geworden war. Heute gehört es selbstverständlich dem Staat und steht wie gesagt auch dem nicht-Gast zur Verfügung.
Mir eben zum Geldwechseln und zum Buchen der drei Nächte auf Cayo Largo del Sur
« go back — keep looking »